Amnesty International Menschenrechte in Lateinamerika

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Menschenrechte in Lateinamerika

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Diese Website informiert vornehmlich über die Aktivitäten der Gruppe 1467 von Amnesty International. Die Berliner Gruppe engagiert sich für Menschenrechte in verschiedenen Ländern Lateinamerikas.


Jeder Brief zählt - Der Briefmarathon 2015

Jedes Jahr organisiert Amnesty International zum internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12. einen Briefmarathon. Vom 4. bis 18. Dezember waren die Menschen weltweit aufgerufen, ein Appellschreiben für die Menschenrechte zu verfassen und sich für ausgewählte Fälle einsetzen. Wie jedes Jahr haben wir auch 2015 im Kino der Kulturbrauerei Unterschriften für Inhaftierte in El Salvador, Mexiko,Saudi-Arabien und Usbekistan gesammelt.

Weltweit wurden 2015 rund 1,8 Millionen Briefe und E-Mails im Rahmen des Briefmarathons verschickt. Unsere Gruppe hat 136 Unterschriften von Unterstützern gesammelt. Auch in den Vergangenheit haben wir Betroffene von Menschenrechtsverletztungen mit Briefen unterstützt, u. a. Miriam López aus Mexiko (2013):




„Der Briefmarathon war sehr gut. Ich habe den Eindruck, dass die Behörden dadurch unter Druck gesetzt wurden. Als ich all die Bilder auf meiner Facebook-Seite gesehen habe, konnte ich gar nicht glauben, dass sie von Menschen auf der ganzen Welt geschickt wurden. Es tut gut zu wissen, dass alle meinen Fall kennen. Und sie kennen ihn nicht nur, sie helfen mir auch. Zu wissen, dass andere mich unterstützen, hilft mir sehr.[...]

Ich danke allen, die mich in meinem Kampf um Gerechtigkeit unterstützt haben. Vollständige Gerechtigkeit kann es nie geben, aber das Wichtige ist, dass wir es versuchen. Bitte unterstützt mich auch weiterhin. Wenn es nur um eine einzige Person geht, ist es den Behörden egal. Danke, dass ihr mir helft, obwohl ihr mich gar nicht kennt. Danke für die Karten, die Lichter, für alles. Vielen Dank!“

Miriam López, Mexiko





Veranstaltung zu Landraub und Landrückgabe in Kolumbien:
"BEDROHT, VERTRIEBEN, BESTOHLEN - MUTIGER DENN JE"

Seit drei Jahren bemüht sich die Regierung Kolumbiens, gewaltsam geraubtes Land an Millionen Vertriebene zurückzugeben. Land tatsächlich zurückerhalten, haben bisher viel weniger als erhofft. Gewachsen sind hingegen die Gefahren für diejenigen, die sich für die Rückgabe gestohlenen Landes und die Rechte der Opfer stark machen. Mit den kolumbianischen MenschenrechtsverteidigerInnen Belinda Márquez und Claudia Erazo beleuchteten Amnesty International und Misereor die Ursachen von Landraub und Vertreibung in ihrer Heimat und die Perspektiven der schwierigen Landrückgabe inmitten eines nach wie vor andauernden bewaffneten Konfliktes.

Die Veranstaltung fand am Freitag, 24. April 2015, 18.30 Uhr im taz.café (Rudi-Dutschke-Straße 23, Berlin) statt.

Mit Belinda Márquez, Sprecherin der Kleinbäuerinnenvereinigung ASOMUPROCA in der Gemeinde Playones de Pivijay, Departement Magdalena,
und Claudia Erazo, Anwältin und Direktorin des kolumbianischen Menschenrechtszentrums Corporación Jurídica Yira Castro.

Im Anschluss zeigten wir den Dokumentarfilm Tranquilandia (2014, 56min, OmdtU) von Joel Stängle.